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K-Gruppen-Leiter DI(FH) Markus Matzer KATASTROPHEN-UND GROSSUNFALLBEWÄLTIGUNG. K-Gruppe.

Die Bewältigung von Großunfällen und Katastrophen im In- und Ausland ist ein wesentlicher Bestandteil der Aufgaben des Roten Kreuzes und eine seiner größten Stärken. In Gleisdorf besteht schon seit vielen Jahren eine äußerst engagierte und hervorragend ausgebildete K-Gruppe, um bei Großschadensereignissen rasch und effektiv helfen zu können.

Wenn ein außergewöhnlicher Notfall eintritt, sind unsere ehrenamtlichen MitarbeiterInnen bereit, sprichwörtlich alles liegen und stehen zu lassen, um zu helfen. Das ist die durch nichts zu ersetzende Stärke der Freiwilligkeit.

 
 


Die K-Gruppe 2010 unter der Leitung von DI(FH) Markus Matzer:
Daniel Bräuer, Franz Erkinger, Mag. Reinhard Gütl, Sandra Hadolt, Sonja Heschl, Mark Hochrein, Oliver Kaufmann, Mario Keusch, Patrick Kirschenhofer, Dr. Eva-Maria Kober (Stv. Leiterin), Isabella Koller, Thomas Maigl, Stephanie Neffe, Bernhard Paierl, Mark Petek, Denise Pitter, DI Martin Pöss, DKKS Michaela Schweinzer (Stv. Leiterin), Jürgen Sorger, DI (FH) Tina Sturm), Gregor Szith, Ulrike Unger, Bettina Vucsina, Dipl.-Päd. Claudia Wiener, Irmgard Wikony und Mag. Andreas Zrim.

 
 


Bei der Bewältigung von Großschadensereignissen ist es unerlässlich, dass alle eingesetzten Rotkreuz-Kräfte nach einem einheitlichen Ausbildungsschema zusammenarbeiten. Gemeinsame Standards bei Personal, Material und Ausbildung sorgen dabei für einen reibungslosen Ablauf. In der Führungskräfteausbildung (Teil 1 bis Teil 3) werden unsere MitarbeiterInnen speziell dafür geschult, um im Einsatzfall nach diesen bewährten und in ganz Österreich einheitlich umgesetzen Einsatzkritierien und Abläufen eine Katastrophe bzw. einen Großunfall erfolgreich bewältigen zu können. Zum erfolgreichen Abschluss der Führungskräfteausbildung Teil 1 im letzten Jahr gratulieren wir Patrick Kirschenhofer.

 
 


Alle MitarbeiterInnen unserer Ortsstelle sind eingeladen in der K-Gruppe mitzuarbeiten und recht herzlich zu den jeweiligen Treffen und Schulungen eingeladen. Die aktuellen Termine werden an der Info-Wand bekannt gegeben.

 
 


Tätigkeitsberichtbericht 2010

 
 


Einsatz:

  • 15.5. Bereitschaft Sturmwetterlage
  • 23.12. Brandeinsatz Eggersdorf

 
 


Übungen:

  • 24.4. Abschnittsübung FF Gleisdorf
  • 1.8. Tag der Einsatzorganisationen
  • 3.9. Übung mit RK Kumberg in Eggersdorf
  • 13.9. Übung mit FF Hofstätten in Wetzawinkel
  • 25.9. Abschnittsübung FF Obergroßau

 
 


Weiterbildungen:

  • 6 Besprechungen und Fortbildungen

 
 


Ein besonderer Dank gilt den Freiwilligen Feuerwehren unseres Ausfahrtsbereiches für die hervorragende Zusammenarbeit sowohl im Einsatz als auch bei Übungen.

 
 



Bundeskatastrophenübung TEMPEST 09

Die Übungsannahme der "Tempest 09", der größten sanitätsdienstlichen Übung, die jemals in Österreich abgewickelt wurde, ging davon aus, dass aufgrund heftiger lang anhaltender Unwetter und Regenfälle das Steirische Rote Kreuz dem RKT-Dienst nicht mehr nachkommen kann. Dadurch war es zur Unterstützung notwendig, Rotkreuz-Hilfseinheiten anderer Landesverbände in die Steiermark zu verlegen. Übungsgebiet war daher das gesamte Bundesland.
Das Übungsszenario im Bezirk Weiz ging von der Annahme aus, dass es nach heftigen Regenfällen in der Grasslhöhle und im Katerloch zu einem Stromausfall kommt. In beiden Höhlen wurden dadurch je 10 Personen eingeschlossen. Bei dem Versuch aus den dunklen Höhlen zu gelangen gab es mehrere Verletzte. Die Rettung aus den Höhlen erfolgte in Zusammenarbeit von Höhlenrettung und Bergrettung mit Unterstützung des Roten Kreuzes, das auch die weitere Versorgung außerhalb der Höhlen übernahm.
Auf die Dienststelle in Gleisdorf war Freitagabend eine Mobile Sanitätseinheit aus Vorarlberg eingerückt. Für die K-Gruppe stand es unter Beweis zu stellen, dass man kurzfristig Verpflegung und Quartier für 16 Personen organisieren kann. Markus Matzer und sein Team bewältigten dieser Aufgabe mit Bravour, schnell waren Feldbetten im Schulungsraum aufgestellt und der große Griller zur Verpflegung angeworfen. Neue Freundschaften wurden geknüpft und interessante Gespräche mit den Kollegen aus dem "Ländle" bewiesen die Verbundenheit der Rotkreuz-Familie.

Großübungen wie die "Tempest 09" bieten Rettungskräften die Möglichkeit, sich drei Tage lang und unter realistischen Bedingungen den Aufgaben einer Katastrophe zu stellen und für den Ernstfall zu trainieren. Sie steigern nicht nur die Schlagkraft der Einsatzorganisationen sondern auch deren Zusammenarbeit. In 22 Hauptszenarien - unter anderem wurden ein Dammbruch bei einem Stausee auf der Soboth, ein riesiges Zugsunglück in Knittelfeld, Verschüttete nach einem Murenabgang auf der Planneralm, die Evakuierung des LKH Mariazell und zahlreiche Schwerverletzte nach einem Halleneinsturz in Donawitz - waren im ganzen Bundesland 36 Rotkreuz-Hilfseinheiten, 690 Mitarbeiter, 225 Fahrzeuge und 500 Figuranten im Einsatz.

 
 



12-STUNDEN.STRESSÜBUNG 2006.

Bereits 2005 wurde von einer Gruppe engagierter junger MitarbeiterInnen eine interessante Idee geboren: mit einer 12-Stunden-Übung sollte der Faktor Stress im Rettungsdienst unter die Lupe genommen werden. Das Organisationsteam mit Eva-Maria Kober, Ing. Martin Pöss, Johannes Lang, DKKS Michaela Schweinzer und Florian Egger wollte die Möglichkeit bieten, den Umgang mit Stress in kleinen Szenarien zu erlernen. Es sollte gezielt eine Übung für jeden Einzelnen sein, damit auch jeder TeilnehmerIn davon profitieren kann.

Das Drehbuch sah die Aneinanderreihung von unterschiedlichsten, im alltäglichen Rettungsdienst vorkommenden Aufgabenstellungen vor, die durch zusätzlich eingebaute Stressfaktoren wie unklare Lage und Ausmaß des Schadensereignisses, Fehlinformationen, lange Wartezeiten zwischen den Einsätzen, Verwechslungen, ungenaue Angaben der Leitstelle, nervöse Angehörige, soziale Missstände, entwendeter Rettungswagen, etc. verstärkt worden sind. Keine der Szenarien wurde dabei wiederholt, Stationsverantwortliche überwachten den Übungsablauf.

Bei einer ersten Nachbesprechung wurden die ersten Eindrücke ausgetauscht und auf unterschiedlichste Art Stressabbau betrieben. In dieser Entspannungsphase war interessant zu beobachten, wie unterschiedlich die Eindrücke der vergangenen 12 Stunden verarbeitet wurden.

Insgesamt waren am 20. Mai 21 SanitäterInnen und 6 Rettungswagen der Ortsstellen Gleisdorf und Pischelsdorf, der Notarztwagen Weiz, 5 Ärztinnen/Ärzte für Allgemeinmedizin, Mitarbeiter der Feuerwehren Gleisdorf und Hofstätten, 30 Figuranten, 2 Schminker, 1 Mitarbeiter des Doku-Teams, 6 Stationsverantwortliche sowie 3 SvE-MitarbeiterInnen unter der fachlichen Leitung von Landespsychologen Dr. Günther Herzog im Einsatz. Der Mobile Einsatzleitcontainer des Landesverbandes (ELCO) wurde als Leitstelle benutzt.

Der planmäßige Verlauf und das große Engagement aller Beteiligten führten dazu, dass den TeilnehmerInnen die möglichen Auswirkungen des Faktors Stress in einer Blaulichtorganisation vor Augen geführt worden sind. Ein großes Dankeschön gilt dem Organisationsteam für diese einzigartige und wichtige Erfahrung!