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2010. MEHR EINSÄTZE - WENIGER KILOMETER.
Wenn wir im Rettungs- und Krankentransportdienst sowie im Notarztdienst im letzten Jahr mehr Einsätze zu bewältigen hatten, aber weniger Kilometer gefahren sind, dann heißt das folgendes: Mehr Aufwand für noch weniger finanziellen Kostenersatz.

Die Sozialversicherung ist seit 1999 zu keiner Tarifanpassung bereit. D.h. wir fahren zu heutigen Kosten (Treibstoffe, Personal, KFZ) und erhalten einen Ersatz dafür, der vor elf Jahren die Preise abgedeckt hat. Auf keiner anderen Freiwilligenorganisation lastet ohnehin schon eine derart lebensrettende und belastende Aufgabenstellung. Dieser finanzielle Druck steigt aber trotzdem weiter, die Kosten werden natürlich immer höher und die Finanzierungslücke wird immer größer.

Der Rettungsdienst ist in Österreich laut unserer Verfassung eine Pflichtaufgabe der Gemeinden. Der Krankentransport ist eine Pflichtleistung der Sozialversicherung, dafür zahlt jeder Sozialversicherte schließlich auch seine Beiträge. Die Sozialversicherung hat 2010 in Österreich einen Gewinn von 280 Mio. Euro erwirtschaftet. Eine dringend notwendige Tarifanpassung wäre daher auch ohne Frage leistbar.

Wir fordern eine gesetzlich gesicherte Abgangsfinanzierung durch Sozialversicherung, Land und Gemeinden! Es wird sonst kein Weg daran vorbeiführen, wichtige Leistungen (ganze Ortsstellen, Fahrzeuge, hauptberufliches Personal) im Roten Kreuz zu kürzen. Das reduziert natürlich unsere Einsatzmöglichkeiten, unsere Schlagkraft und die Freiwilligkeit! Die Qualität der Versorgung der Bevölkerung würde sinken!

 
 


In unserer Ortsstelle Gleisdorf stehen unverändert vier Rettungs- und Krankentransportfahrzeuge und ein Behelfskrankentransportwagen (PKW) zur Verfügung.

 
 


2010 wurden in Gleisdorf bei

  • 9.184 Ausfahrten (2009: 9.163 = + 0,2 %)
  • 286.288 km (2009: 311.285 km = - 8,0 %)
gezählt.

 
 



 
 


Als südlicher Stützpunkt des Bezirkes Weiz betreut die Ortsstelle Gleisdorf elf Gemeinden mit 24.900 Einwohnern. Im Einsatzgebiet leben 29 % der Bevölkerung des Bezirkes. Dazu kommen viele tausende Pendler, die täglich in unserer Ausfahrtsregion ihrer Arbeit nachgehen.

 
 



 
 


Um bei Großunfällen oder Katastrophen rasch genügend professionelle Helfer zur Stelle zu haben, brauchen wir die Freiwilligkeit im österreichischen Rettungswesen. Nur mit einer großen Zahl an gut ausgebildeten und motivierten Ehrenamtlichen können Großschadensereignisse bewältigt werden. Die Freiwilligkeit ist daher die Grundlage für die Sicherheit in der Bevölkerung!

 
 


Freiwilliges Engagement muss daher in allen Bereichen unserer Gesellschaft weiter aufgewertet werden. Nur so halten wir zukünftig die hohe Qualität für unsere Sicherheit aufrecht und können sie uns leisten.
Denn jeder weiß: Die Kosten steigen um ein Vielfaches, wenn es keine Freiwilligen mehr gibt!